Fadenspannung an der Nähmaschine optimieren

Die Fadenspannung hat bei der Arbeit an der Nähmaschine einen enormen Einfluss auf das letztendliche Ergebnis. Insbesondere das Stichbild oder auch die Bearbeitung unterschiedlicher Stoffe können schnell unter einer zu niedrigen oder auch zu hohen Einstellung der Spannung leiden. Wer perfekte Ergebnisse erzielen will, sollte sich vor Beginn des nächsten Näh-Projekts also intensiv mit der Fadenspannung an der eigenen Nähmaschine auseinandersetzen und diese gegebenenfalls optimieren.

Fadenspannung optimieren

Einstellungsmöglichkeiten an der Nähmaschine

Im Grunde genommen haben alle gängigen Nähmaschinen insgesamt vier Komponenten, die die Fadenspannung regulieren oder beeinflussen. Darunter die Spannungsscheiben, der Fadenführer sowie der Spannungsregler, der für den oberen Faden verantwortlich ist. Die Spulekapselfeder hingegen reguliert den Unterfaden. Diese Bestandteile der Maschine garantieren sozusagen, dass eine gleichmäßige Spannung sowohl von der Nähnadel als auch der Spule ausgeht. Nur so wird ein optimales und schönes Stichbild garantiert, dass sich optisch als auch qualitativ enorm auf die Ergebnisse bei Nähprojekten oder Änderungsarbeiten auswirkt. Umso wichtiger ist es also auch, zu verstehen, welche Details an der Nähmaschine für die Fadenspannung letztendlich verantwortlich sind.

Wie machen sich Defizite der Fadenspannung bemerkbar?

Ob ein Problem mit der Fadenspannung vorliegt, kannst Du am besten anhand des Spannungsgrads des oberen Fadens feststellen. Dieser ist entweder zu lose oder auch zu fest, was sich dadurch bemerkbar macht, dass der Unterfaden im oberen Fadenbereich deutlich hervorsteht oder sichtbar ist. Bei exakten Näharbeiten darf das allerdings nicht vorkommen und ist somit ein klares Indiz dafür, dass die Fadenspannung reguliert werden muss.

Wie kann die Spannung des Oberfadens optimiert werden?

Um die Spannung des Oberfadens zu regulieren, muss zunächst festgestellt werden, ob dieser zu locker oder zu fest ist. Beim Oberfaden erfolgt die Einstellung am jeweiligen Drehwähler, an dem die Spannung abgeändert werden kann. Dessen Position und Bedienung entscheidet sich abhängig vom jeweiligen Nähmaschinen Modell. Ein Blick in die Bedienungsanleitung schafft daher Abhilfe, falls Du den entsprechenden Wähler oder die Tasten nicht finden solltest. Der Drehwähler ist mit Zahlen versehen worden, die über den Grad der gegenwärtigen Spannung Aufschluss geben. Ist die Fadenspannung also zu niedrig, muss sie erhöht werden. Ist sie zu hoch, muss der Spannungsgrad gesenkt werden. Je niedriger die eingestellte Zahl auf dem Drehwähler, desto niedriger ist ergo auch das Spannungsverhältnis. Mit einem Probedurchlauf kann nach der neuen Einstellung überprüft werden, ob die Fadenspannung stimmig ist oder sie erneut über den Drehwähler optimiert werden muss.

Wie kann die Spannung des Unterfadens optimiert werden?

Im Normalfall reicht es eigentlich aus, den Spannungsgrad des Oberfadens zu reduzieren oder zu erhöhen, um das Problem zu lösen. Manchmal ist es aber dennoch zusätzlich nötig, auch am Unterfaden Änderungen vorzunehmen. Dafür ist die Spulengehäuseschraube vorgesehen, die den Spannungsgrad des Unterfadens beeinflusst, je nachdem wie straff sie angezogen wurde. Die gegenwärtige Spannung des Unterfadens kannst Du leicht über den Faden am Spulengehäuse überprüfen. Gibt dieser zu leicht oder auch gar nicht nach, muss die Spannung erhöht oder reduziert werden.

Eigentlich ist es gar nicht so schwer, an der Nähmaschine für ein optimales Stichbild und somit auch für eine ausgeglichen Spannung von Ober- und Unterfaden zu sorgen. Bereits einige kleine Handgriffe reichen aus, um dieses Problem innerhalb weniger Minuten zu beheben.

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